Abg. z. NR Rudolf Plessl

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Frauenanteil beim Bundesheer erhöhen

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Wehrsprecher Rudolf Plessl forderte am Montag FPÖ-Verteidigungsminister Mario Kunasek auf, den Weg seines Vorgängers Doskozil konsequent weiterzuführen und den Frauenanteil im Österreichischen Bundesheer zu steigern. Vor genau 20 Jahren konnten erstmals Frauen den Beruf der Soldatin ergreifen und eine Ausbildung beginnen. Der Anteil von Frauen beim Heer, bedauert Plessl, sei nach wie vor sehr gering. Ihr Anteil liege derzeit bei drei Prozent. Er fordert daher, den Frauenanteil im ÖBH mittelfristig auf zehn Prozent zu heben. ****

Für Plessl sind Soldatinnen ein gut integrierter und unverzichtbarer Teil des Österreichischen Bundesheeres: „Aber zu wenig“. Laut letztem Frauenbericht ist die Gesamtzahl der Soldatinnen von 89 im Jahr 1999 auf 444 Ende 2016 angestiegen. Laut letztem Bericht sind 148 Soldatinnen als Unteroffiziere, 31 als Offiziere des militärmedizinischen Dienstes und 29 als Offiziere des Truppendienstes tätig. Dazu kommen u.a. noch zwei weibliche Offiziere des Intendanzdienstes sowie jeweils eine Frau als Offizier im Generalstabsdienst, im höheren militärfachlichen Dienst und im höheren militärtechnischen Dienst sowie drei Militärpilotinnen.

Als erfreulich wertet Plessl, dass sich seit 2015 Frauen auch zu Milizübungen melden können. Seitdem seien durchschnittlich 29 Soldatinnen pro Monat im Auslandseinsatz. All dies gelte es, nicht nur aufrecht zu erhalten, sondern mit weiteren Maßnahmen auszubauen und mit den bestehenden weiterzuführen: So können u.a. beim „Girls’ Days“ und beim zweitägigen Girls-Camp Interessentinnen „Kasernenluft“ schnuppern. Ein Mentoring-Programm begleitet junge Soldatinnen innerhalb des Bundesheeres. Der Verteidigungsminister sei gefordert, daran festzuhalten und eventuelle Bestrebungen von diesem Weg abzugehen, im Keim zu ersticken, so Plessl abschließend. (Schluss) sc/rm/mp